Dezember 2016 - Wiebke Zeise
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Das Kreativloch

Das Kreativloch.
Jeden Mittwoch sitze ich am PC und überlege mir die ganze Zeit, über was ich schreiben kann.
Schreibe ich über Shootingreisen, über Aufträge, irgendwelche Jobs oder neue Kleider, die ich bekommen hab.
Und jedes Mal fange ich an und lösche den Text wieder, schreibe einen anderen text, lösche ihn wieder und so weiter. Irgendwie hat er keinen Inhalt oder das Thema gefällt mir nicht richtig und…. bääh. Ich fühle mich einfach im Moment so kreativ wie eine Kartoffel.

Aber das ist nichts im Vergleich zum Kreativloch, dass man ab und zu hat.
Es gibt immer Momente, da habe ich KEINE Ahnung, was ich machen möchte.
Was will ich für Themen shooten, was nehme ich für Outfits mit, was kann man an der oder dieser oder jener Location machen, was für Makeup nehme ich und blablabla. Bei den vielen Fragen hat man irgendwie keine Lust mehr darüber nachzudenken.
Es ist viel bequemer, einfach zuhause rumzusitzen und einen Glühwein zu schlürfen, seinen Kuschelpulli zu tragen und mit einer Jogginghose zuhause rumzugammeln.
Denn draußen ist es kalt, vermutlich Stau, viele Menschen, mit denen man reden muss und man muss den Kuschelpulli ausziehen, weil er viel zu iehbähpfui für die Außenwelt ist.

Tja, das ist irgendwie kein schicker Text. Aber leider kommt dieses Loch viel zu oft.
Doch wie zieht man sich da wieder raus? Wie findet man neue Ideen, neue Anreize? Wo kann man die Motivation (legal) wieder erlangen? Wie kann man dieses “JUST DO IT” umsetzen, ohne Meister des Selbstbetruges zu werden?

Wenn ich in dieser Phase bin, schaue ich mir meine Bilder an. Ich gucke, was ich bis jetzt gemacht habe und was noch fehlen könnte. Ich fange an zu basteln und zu nähen, höre Musik und gucke Bilder anderer Modelle und Fotografen an und irgendwie macht es dann immer *POOF MAGIC* und ich hab wieder was im Kopf. Ganz ohne Schokolade (wobei ich nichts gegen Schokolade einzuwenden habe).
Dank solchen Dingen werde ich wieder inspiriert und es fluppt wieder.
Und natürlich hoffe ich auch mal andere zu inspirieren, die in so einem Loch stecken.

Herzlichste Grüße,
die Wiebke

 

Warum kann man jemand anderen einfach mal nicht etwas gönnen?

 

 

Als ich heute in meiner Facebook-Chronik scrollte, fiel mir ein Beitrag einer jungen Fotografin auf, die ihre erste Magazinveröffentlichung in einem internationalen Magazin geschafft hatte und präsentierte ihre, meiner Meinung nach, echt starke Serie.
Doch anstatt nette Kommentare wie “Glückwunsch zur ersten Veröffentlichung” oder sonst was in dieser Richtung zu lesen, gab es nur Kommentare wie “Das ist überhaupt nicht besonders” oder “Oh, sie ist wohl was Besseres als wir anderen Fotografen” und die Fotografin hat ihren Beitrag irgendwann gelöscht und auch die tollen Bilder auf ihrer Seite.

….
Okay. Was ist da los?!
Das war nur ein Beispiel, was tagtäglich vielen Fotografen passiert. Da in Facebook jeder Fotograf und Profi, sowie jedes Model Paymodel und Superstar ist, muss man eigentlich damit rechnen, oder?
“Der ist schlecht und der kann nicht bearbeiten und der benutzt Weichzeichner und sie ist in echt total hässlich und dies und das und bla und blubb. “
Doch warum schreiben Leute solche Haterkommentare? Vermehrt sieht man sowas immer unter Bildern der Fotografen, während das gleiche Bild, dass das Model postet, von den gleichen Leuten gelobt wird. (Was für mich total unverständlich ist) 

Und damit bin ich bei meinem eigentlichem Thema.

Warum kann man jemand anderen einfach mal nicht etwas gönnen?

Fotografeneinsteiger und auch Modeleinsteiger sind total unsicher. Klar, es ist echt nicht einfach, die Kamera und gleichzeitig das Model zu händeln, andersrum auch nicht einfach zu posen und auf die Anweisung des Fotografen zu hören und dabei auch noch locker und entspannt auszusehen.
Und wenn das dann auch noch funktioniert und bei viel Spaß gute Bilder rauskommen, will man doch auch dafür geschätzt werden.
Ist es denn schwer, einfach mal “starkes Bild” oder etwas in dieser Richtung zu schreiben ?

Ich gehöre da zu den “I believe in karma“-Menschen und denke, dass das, was man gibt, auch irgendwann zurück kommt. Und wenn man auch mal andere unterstützt und sie stärkt, bekommt man von genau diesen Leuten auch diese Stärke zurück! 🙂
Also los! Wenn du etwas gut findest, dann schreibe es auch! Was gefällt dir daran? Was lässt deinen Blick darauf verharren?
Was hat das Model gut gemacht, was der Fotograf, was die Visa und so weiter?
Die Fotografenwelt (Dazu zähle ich natürlich nicht nur Fotografen, sondern auch alle anderen Parteien wie Models, Visas, Designer, Stylisten, Retoucher undsoweiter) hat etwas mehr Peace und Love verdient und auch bitter nötig!

Und sollte euch jemand aus der Fotografenwelt beleidigen, könnt ihr gerne diesen Beitrag posten 😉 Vielleicht denkt er/sie dann mal drüber nach!

Herzlichste Grüße,
die Wiebke <3

 

Vergleiche dich nicht mit anderen.

 

„Die wollen doch bestimmt nicht mit mir arbeiten, die sind viel erfolgreicher als ich“

„Wenn ich mit denen arbeite, bin ich das Entlein unter den Schwänen!“

„ Wenn sie mit mir arbeiten, dann bestimmt nur aus Mitleid. Sie hat dreimal so viele Likes wie ich“

Wer kennt das nicht? Sätze, die einem manchmal in den Sinn kommen.

Man sieht andere Menschen im Internet und vergleicht sich. Und schneidet da natürlich viel schlechter ab und schämt sich für seine Beschränktheit, egal in welchem Bereich.
Gerade in der Model- und Fotografenwelt ist das der Fall. Man sieht bildschöne, perfekte Modelle und unglaublich tolle und erfolgreiche Fotografen und …. sich selbst.
Designer, die nur mit total schlanken und großen Modellen arbeiten, die so unglaublich schön sind, dass man sich am Liebsten eine Papiertüte über den Kopf ziehen mag. Fotografen, die nur solche perfekten Modelle shooten und … wieder sich selbst.
Durch diesen direkten Vergleich – vielleicht ist man in diesem Moment total abgekämpft und ungeschminkt, schrecklich gekleidet, Augenringe dunkler als bei Pandas – und diese perfekten Personen. Und dadurch bekommt man schreckliche Minderwertigkeitskomplexe. Klar, es ist menschlich sich zu vergleichen, aber in dieser Welt des Photoshops und Fakes niederschmetternd.

Aber halt stop. Was zeigen sie? Was würde ich zeigen? Natürlich nur einen kleinen Ausschnitt meines Lebens. Meine perfekten Momente, meine schönsten Augenblicke, Dinge, die ich zeigen will! Und so denke nicht nur ich, sondern doch irgendwie alle, oder?
Würde ein Model ein unvorteilhaftes, schreckliches Bild posten? (Okay, in meinem Fall schon, aber wir reden hier allgemein).
Würde ein Fotograf ein Bild eines misslungenen Shoots zeigen?
Natürlich nicht! Denn das fällt alles wieder auf die Person zurück und schreckt andere ab. Und wer will das schon? Schließlich muss man sich ja verkaufen und so gut wie möglich darstellen.

Deswegen: Mache niemals den Fehler und vergleiche dich und dein Leben mit den Glanzmomenten anderer!!!

Man selbst lebt sein Leben ja selbst. Um es meiner Meinung nach voll ausleben zu können, darf man sich nicht in den Schatten anderer stellen und sollte selbst dafür sorgen, sich in seinem Licht zu wärmen!

Es sind deine Momente, die du selbst erschaffst. Deine Erfolge, deine Tiefs, aus denen du dich mit blanker Faust aus der Schlacht rauskämpfen musstest. Alles, was du selbst erarbeitest. Und das lässt alles viel heller strahlen, als die Erfolge der anderen!

Herzliche Grüße!
die Wiebke

Naa, wer bin ich heute?

 

Naa, wer bin ich heute?

Wer kennt es nicht? Man schaut einen Film oder verfolgt in einer Plattform irgendeine Person und würde am Liebsten genauso sein wie sie. Aber Pustekuchen, irgendwie ist man trotzdem man selbst.

Eins der Dinge, die ich am Modeln unglaublich liebe:
Du kannst sein wer du willst und nicht der, der du sein musst!

Beim Modeln ist es supereinfach, sein ganzes Wesen zu verändern. Heute ist man die süße kleine schuckelige Person von nebenan, morgen macht man das Set als total wahnsinniger Joker unsicher.
Man versetzt sich während des Shootings in die Person hinein, versucht so zu denken, sich so zu benehmen und genau so zu rocken.

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Der Moment vor der Kamera wird so gestaltet, wie du dich gibst. Denn es kann nur das geshootet werden, was auch gezeigt wird. Und das ist der große Auftritt, auf den es ankommt.

Durch diese verschiedenen Facetten, die man zeigt, erweitert man auch seine eigene kleine Welt. Klar, vermutlich denkt die Häfte der Menschheit, dass man im Kopf total balla-balla ist und die andere Hälfte denkt an “plem-plem”, aber dadurch kann man kleine Geschichten erzählen, die man nicht in Worte fassen kann.

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Der traurige Clown. Ein Clown, ewig dazu verdammt “lustig” zu sein und niemals seine wahren Gefühle zeigt. Doch was, wenn doch? Wer bringt den Clown zum Lachen?

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Man braucht dazu ein wenig Fantasie und auch ein bisschen Verrücktheit. Und natürlich muss man es sich auch trauen. Und das war’s schon!  Und du kannst wirklich der sein, der du willst <3

Amelie Munic - November Issue_10 Amelie Munic - November Issue_7

“Ohgott, was sollen denn die Anderen denken?!” Bei dem Gedanken ertappe ich mich ab und zu… tjaaa, was denken die Anderen?! Ist doch egal, wenn das Ergebnis gut ist, oder? 😀 Und wenn nicht… hat man auf jeden Fall ein Erlebnis zum Erzählen!

Untitled-1

Bei diesem Shoot dachte ich an Mila Jovovich, als sie das fünfte Element spielte. Ja okay, der Multipass fehlt. Nächste Mal! 😀

Sehr interessant ist auch das, was andere Personen in den Bildern sieht. Welche Geschichte erzähle ich dir?

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen!
Liebe Grüße,

Die Wiebke